Musées de Strasbourg
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Aktuell

 

Heterotopien. Die Avantgarden in der zeitgenössischen Kunst

[Aubette 1928 et MAMCS]
12|10|2016-30|04|2017
Illustration de Heterotopien. Die Avantgarden in der zeitgenössischen Kunst

Das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst und die Aubette 1928 zeigen vom 10. Dezember 2016 bis 30. April 2017 die Ausstellung „Heterotopien. Die Avantgarden in der zeitgenössischen Kunst“. Vor dem Hintergrund des 1928 von Theo van Doesburg, Jean Arp und Sophie Taeuber-Arp gestalteten Dekors der Straßburger Aubette treten die Gestaltungsprinzipien der künstlerischen und architektonischen Avantgarde der 1920er Jahre in Dialog mit den Werken von zehn zeitgenössischen Künstlern, die sich in ihrem Schaffen mit dieser Periode beschäftigen. Die Avantgarde-Utopien sind ein häufiges Sujet der Gegenwartskunst, die sich auf vielfältige Art mit der daraus hervorgegangenen Formensprache auseinandersetzt, sie mal verwirft, mal kopiert, verfremdet oder neuinterpretiert.

In vier Abschnitten stellt die Schau repräsentative Positionen und Bewegungen der künstlerischen Avantgarde ihrer zeitgenössischen Rezeption gegenüber.  

Ryan Gander, Bertrand Lamarche, Cyprien Gaillard, Haegue Yang, Edi Rama, Anri Sala, Xavier Veilhan, Nicolas Godin, Farah Atassi und Michel Aubry setzen sich in ihren Werken mit den bahnbrechenden Ideen des beginnenden 20. Jahrhunderts auseinander: Gesamtkunstwerk, Elementarismus, Raum/Zeit, Architektone, Ende des Modernismus.

Zwei Werkserien von Xavier Veilhan und Ryan Gander entstehen eigens für die Ausstellung im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst und in der Aubette 1928.

Auch der Titel der Schau Heterotopien (eine Kategorie, mit der Michel Foucault wirkliche Orte realisierter Utopien beschreibt) und das von Theo van Doesburg umgesetzte Raum-Zeit-Konzept schlagen die Brücke zwischen den Ideen der künstlerischen Avantgarde und der Gegenwart. Die zeitgenössischen Werke in der Ausstellung spiegeln diese Prinzipien an heutigen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Fragestellungen und machen ihre Wirkung bis hinein in die moderne Gesellschaft deutlich.

Kuratorin: Camille Giertler, Leiterin der Aubette 1928

Die Ausstellung ist Teil der Reihe „Geteilte Leidenschaften. Von Sammlern und Sammlungen“, die den Fokus auf die Werke der Straßburger Museen richtet.

Sie wird von der Eurometropole Straßburg mit einer Sonderförderung unterstützt.